





Ein Fenster, ein Kissen, vier Klöppelpaare und eine Stimme, die sagt: Heute wird es ruhig. Die Musterkarte liegt wie eine Landkarte zwischen uns. Tee dampft, draußen wird die Straße wach. Stunde um Stunde wächst ein Saum. Beim Gehen später fühlt sich die Stadt leichter an, als hätte das Klöppeln die Luft weicher gemacht und Gedanken entknittert.
Die Hitze zittert knapp über den Becken. Ein Arbeiter lächelt, reicht uns eine Probe, die auf der Zunge wie Schnee verschwindet und sofort Meer freilegt. Wir stehen länger als geplant, sagen fast nichts, hören anstattdessen Möwen und das Kratzen des Holzrechens. Später ist Wasser Trinken wie Danken, und ein kleines Säckchen Salz wird zum heimlichen Schatz des Tages.
Zwischen Obstbäumen summt es tief und friedlich. Der Imker öffnet vorsichtig, zeigt uns Rahmen, die wie goldene Fenster wirken. Rauch zieht, Hände bleiben ruhig. Ein Tropfen Honig am Finger schmeckt nach Lindenallee und warmem Heu. Beim Abschied ist es schon dunkel, doch die Stille nach dem Summen begleitet uns, als hätte sie eine neue, sanftere Uhr gestellt.